PSA-Bestimmung

PSA-Bestimmung

Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Enzym, ein Glykoprotein. Das PSA wird von einzelnen Zellen (Epithelzellen) der Vorsteherdrüse und einzelnen neben der Harnröhre liegenden Drüsen, periurethralen Drüsen, produziert.

Bei jungen gesunden Männern kommt das PSA im Blut kaum vor, mit zunehmendem Alter kann der PSA-Wert unterschiedlich intensiv schnell ansteigen.

Vorteile der Bestimmung des PSA-Wertes:

  • Der PSA-Test ist die empfindlichste Methode, um den Verdacht auf ein Prostatakarzinom zu erheben.
  • Ein normales Testergebnis kann eine Beruhigung für den Betroffenen darstellen.
  • Ein Prostatakarzinom kann gefunden werden bevor Symptome auftreten.
  • Ein Prostatakarzinom kann frühzeitig entdeckt werden, so dass eine Behandlung gute Aussicht auf Heilung bietet.
PSA-Bestimmung im Labor
PSA-Bestimmung im Labor

Zu einer Erhöhung des PSA-Wertes können führen:

  • Entzündung der Prostata (Prostatitis )
  • Vergrößerung der Prostata (gutartiges Wachstum)
  • Prostatakrebs
  • Irritationen der Prostata durch Prostatamassage, transrektaler Ultraschall, Gewebeprobe aus der Prostata, Operationen an der Prostata, Ejakulationen (Samenflüssigkeitsentleerungen), Blasenspiegelungen, Enddarmspiegelungen, Radfahren.

Bei Erkrankungen der Prostata kann dieses Eiweißmolekül in verstärktem Maße in die Blutbahn übertreten und wird somit dort nachweisbar.

Der PSA-Test ist somit ein Bluttest mit dessen Hilfe die Höhe des PSA im Blut bestimmt werden kann.

Nachteile der Bestimmung des PSA-Wertes:

  • Auch bei einem normalen PSA-Wert kann ein Prostatakarzinom vorliegen und der betroffene Mann wähnt sich dadurch zu Unrecht in Sicherheit.
  • Wenn kein Karzinom nachgewiesen werden konnte, kann ein erhöhter PSA-Wert zu unnötiger Verunsicherung, ggf. auch Angst und zu unnötigen Untersuchungen führen.
  • Ein langsam wachsendes Prostatakarzinom wird vielleicht nie symptomatisch sein oder Einfluss auf die Lebenserwartung haben.
  • Vergleichsergebnisse sind nur bei gleichen Testverfahren möglich.
  • Eingeschränkte Beurteilung des PSA-Wertes durch Manipulationen an und in der Prostata.